Mittwoch, 12. Juli 2017

Altenhain

Einwohner: 876
Geburtstag: 1358 (urkundliche Ersterwähnung)
Bekannt für: 8 Platzierungen im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, 4x Platz 1


Was macht man mit verfallenen Rittergütern und dazugehörigen Schlössern oder Herrenhäusern? Die eine Möglichkeit ist, rumzuheulen (gern in sozialen Netzwerken), weil alles verfällt und sich niemand darum kümmert. Die andere (und viel produktivere) Möglichkeit ist, den Verfallsprozess aufzuhalten, indem man vom Sofa aufsteht und viel Zeit, Geld und Tatkraft investiert. Das ist natürlich anstrengend, vor allem wenn man bedenkt, wie oft man bei diesem Vorhaben die Sätze ‚Wieso tust du dir das an? Was soll das? Das schaffst du sowieso nicht.‘ hört. Aber hinterher finden es dann alle ganz toll und rennen einem die Bude ein.
So geschehen im netten Dörfchen Altenhain. Nachdem das Herrenhaus 1945 enteignet wurde, folgte ein mannigfaltige Nutzung als Kindergarten, Turnhalle und Wohnung für sowjetische Militärangehörige und deren Familien. Trotzdem verfiel es zusammen mit dem dazugehörigen Rittergut bis 1996 zur Ruine. Es kam in Privatbesitz und wurde ohne Fördermittel restauriert. Der heutige Zustand des Hauses entspricht dem Stil der Neorenaissance, indem es 1859 von dem Architekten Oskar Mothe errichtet wurde.
Die anliegenden Wirtschaftsbauten des Gutes sind zum Teil noch in erbärmlichem Zustand. Aber auch sie werden mit viel Zeit, Geld und Tatkraft wiederhergestellt. Das Schloss Altenhain ist heute Herberge für eine Galerie und diverse andere Veranstaltungen und kann besichtigt werden. Am besten ist es, wenn man sich für den Besuch anmeldet. Dann läuft man nicht Gefahr, dass keiner da ist, wenn man dort spontan vorbeischneit. Das habe ich nämlich gemacht und ich würde jetzt total gerne in sozialen Netzwerken rumheulen, dass ich nicht hineinkam. Leider ist das Schloss auch von außen schon ganz ansehnlich und Altenhain an sich ebenso. Deshalb ist hier bedauerlicherweise kein Platz für Mimimi.

Historischer Abriss

1358
urkundliche Ersterwähnung Altenhains
1330-1742
Gutsherrschaft im Besitz der Familie von Große
1574
Altenhain hat 18 Einwohner
1742-1777
Gutsherrschaft im Besitz von Theodor August Freiherr von Hohenthal aus Leipzig
1777-1783
Gutsherrschaft im Besitz von Gertraude von Brühl
1783-1802
Gutsherrschaft im Besitz der Familie von Bissing
1802-1822
Gutsherrschaft im Besitz des Leipziger Kaufmanns Christian Gottlob Vetter
1822-1848
Gutsherrschaft im Besitz der Bankiersfamilie Seyffert
1848
Entdeckung von (slawischen?) Totenurnen bei Rodungsarbeiten
1848-1931
Gutsherrschaft im Besitz der Familie Kabitzsch
1865
Altenhain hat 450 Einwohner
1931-1945
Gutsherrschaft im Besitz von Dietrich von Gontard bis zur Enteignung
1940
Altenhain hat 1000 Einwohner
bis 1982
Wohnsitz sowjetischer Militärangehöriger
1994
Altenhain hat 830 Einwohner
1999
Eingemeindung nach Trebsen

Die Gebäudearchitektur wird geprägt von einem überhöhten Mittelrisaliten. Der Turm wurde zwölf Jahre später angefügt.

Das Kratzputzgraffito an der Parkseite des Hauses ist ein Werk des heutigen Besitzers.

Sneak peek ins Innere


Die restlichen Gebäude des Ritterguts


Altenhain entstand wahrscheinlich im Zuge der Ostsieldung des 11. und 12. Jahrhunderts.

1786/87 wurde der heutige Kirchenneubau auf dem Grundstück des Vorgängers errichtet.

1890 erfolgte die Wiederweihe der Kirche unter dem Namen "St. Johannis".

Das Schloss liegt ganz idyllisch am sogenannten Küchenteich.

Samstag, 24. Juni 2017

Posterstein

Einwohnerzahl: 480
Geburtstag: 1191 (urkundliche Ersterwähnung)
Bekannt für: eine kleine Burg und eine Kirche mit einzigartigem Interieur


Die Burg Posterstein, die schon von der Autobahn 4 gut zu sehen ist, erhielt ihren Namen im 15. Jahrhundert von der in ihr residierenden Familie Puster. Danach hatte die Burg trotz ihrer geringen Größe noch viele andere illustre Burgherren.

Durch diese Burg kann man nicht unbemerkt schleichen, da gefühlt jede Tür und jede Diele quietschen. Praktisch uneinnehmbar.


Die zwei Hauptausstellungen beschäftigen sich mit der Burggeschichte und Salonkultur

Zum Pinkeln und Lachen kann man in den Keller gehen. Der im benachbarten Nöbdenitz begrabene Minister und Geheimrat Hans Wilhelm von Thümmel weist einem den Weg.

 Historischer Abriss

12. Jh.
die Siedlungspolitik östlich der Saale-Elbe-Linie wurde vorangetrieben;
viele neue Herrschaften entstanden
ab 1222
die Ministerialen der Burg nannten sich „de lapide“ (von Stein)
13. Jh.
die Vögte von Weida (Reußen) erlangten die Lehnsherrschaft
1354-1359
Vogtländischer Krieg
Karl IV. soll u. a. Posterstein besetzt haben;
der Lehensstreit begann und hielt bis ins 17. Jh. an
1442
Kauf der Herrschaft durch die Familie Puster;
Ausbau der Burg zu wohnlicher Anlage
1505
Verkauf der Herrschaft an Nickel von Ende auf Lohma, einem nahegelegenen Rittergut
1528-1718
Herrschaft im Besitz der Familie Pflugk
1718-1721
Herrschaft im Besitz der Gebrüder von dem Werder
1721-1833
Herrschaft im Besitz der Reichsgrafen Flemming
1833-1945/46
Herrschaft im Besitz der Familie Herrmann
1952-1977
Museum
1984-1991
umfangreiche Restaurierung
1991
Neueröffnung des Museums

Das Museum beherbergt nicht nur Exponate zur Burggeschichte, sondern auch zur Regionalgeschichte des Altenburger Landes. Beispielsweise etablierte sich die europäische Salonkultur des 18. und 19. Jahrhunderts auch im thüringischen Hinterland. Der Mittelpunkt war dabei der sogenannte Musenhof der Herzogin von Kurland, die im benachbarten Löbichau residierte.

Dorothea von Kurland
Gips, um 1810
Dargestellt ist die Herzogin von Kurland mit Diadem, lockigem Haar, auf kurzem Sockel

 Dorothea von Kurland

1761
geboren als Anna Charlotte Dorothea von Medem
1779
Heirat mit Peter von Biron, Herzog von Kurland und Semgallen;
aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor;
Dorothea bekam Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen;
im Auftrag des Herzogs erfolgten mehrere diplomatische Reisen
1794
Erwerb der Herrschaft Löbichau und Umbau des alten Ritterguts
1800
Tod des Herzogs von Kurland
1814
Reise zum Wiener Kongress
1821
Tod der Herzogin von Kurland in Löbichau;
Beisetzung in Sagan

Aus den Pariser Salons des 18. Jahrhunderts, in denen sich Mitglieder des Hofes, Gelehrte und Künstler begegneten, ging eine Kultur hervor, die sich über ganz Europa ausbreitete. Den gesellschaftlichen Mittelpunkt im Musenhof bildete stets eine Frau.
Wilhelmine von Sagan (1781-1839)
2004 gefertigter Gipsabguss nach dem Original von Bertel Thorvaldsen
Wilhelmine war die Erstgeborene von Dorothea und Peter von Kurland. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1800 erbte sie das schlesische Herzogtum Sagan.



Dorothée von Dino-Talleyrand (1793-1862)
2004 gefertigter Gipsabguss nach dem Original von Bernhard Afinger
Obwohl sie einer außerehelichen Beziehung ihrer Mutter entstammte, wurde sie von Peter von Kurland als ehelich anerkannt. Nach dem Tod des Herzogs erbte sie das Palais Kurland in Berlin und die Herrschaft Deutsch-Wartenberg. in Schlesien.

Die Herzogin von Kurland, eine schöne, begehrte und vor allem, reiche Dame der herrschenden europäischen Adelsgesellschaft gehört zu jenen bekannten Salonieren des 19. Jahrhunderts, die weltoffen und geistreich, gleichsam als Vermittlerin von Kultur, Politik und Lebensart agierten.

Ihr Löbichauer Musenhof ist einer der bekanntesten seiner Art im beginnenden 19. Jahrhundert. In den Schlössern Löbichau und Tannenfeld, unweit von Posterstein, herrscht von 1794 bis 1821 ein reges gesellschaftliches Leben. Zeitweise weilen bis zu dreihundert Gäste in Löbichau.

Kleidung der Herzogin von Kurland nach der Mode des beginnenden 19. Jahrhunderts
Kurzes Oberteil, Schuh, Strümpfe, Strumpfbänder, Schal mit Widmung und Schirm

Kaminbemalung
Befund: in Grautönen gehaltene Voluten, geraffte Tücher und muschelähnliche Ornamente. Zwei aufgemalte Voluten unter dem, ebenfalls aufgemalten Kaminsims erzeugen die Illusion von tragenden Bauteilen
Farbrestaurierungen: 1989/90 und 1999

Reisebureau
1. Hälfte 17. Jahrhundert
Reisetruhe, mit Tragegriffen,
beschlagen mit geprägtem Messingblech und Eisenbändern
Zwei Etagen mit acht bzw. fünf Schubkästen zum Aufbewahren von Schreibutensilien

Hier mein Beitrag zur Kopftuchverbotsdebatte. Wären Trachten davon auch betroffen? Ach nein, das nennt man dann ja thoitsche Tradition.
Warum die Altenburger so hart dabei übertreiben müssen, weiß ich nicht. Das hat ja fast schon wieder
Instagram-Fashionblog-Outfit-of-the-day-Qualitäten.
Die Bauerntracht der Frauen nennt man Marche (mundartlich für Marie) und die Kopfbedeckung Hormt.


Die Treppe zum Bergfried
Die Burg Posterstein entstand als Ringburg mit zentralem Bergfried, der heute bis zur Spitze der Wetterfahne 42 Meter misst.

Obgleich sich in Höhe der jetzigen Aussichtsplattform die ehemalige Wehrplattform vermuten lässt, ist deren mittelalterliches Aussehen, Überdachung oder Zinnenbegrenzung nicht mehr rekonstruierbar. Dafür sorgten mehrere Umbauten in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Sowas liest man doch gern auf halbem Weg nach oben.

1888 entstand der heute zum Wahrzeichen der Burg gewordene Aufbau mit Kegeldach.

Die Außenmauer des Bergfrieds zeigte in den 1980er Jahren besonders an der Wetterseite starke Auswaschungen und Abbröckelungen. Ab 1984 begann die Sanierung des Mauerwerks.

Im Falle eines Angriffs diente der Bergfried nicht nur als der letzte Rückzugsort für die Burgbewohner, er war auch der beste Standort zur Verteidigung. Auf dem Bergfried hielt ein Türmer Ausschau.

Von der Aussichtsplattform in 25 Metern Höhe kann man bei schönem Wetter bis ins Erzgebirge blicken.

Neben den Dauerausstellungen gibt es auch Sonderausstellungen zu regionaler Kulturgeschichte und Kunst.



Die Burgkirche

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche im spätgotischen Stil errichtet.

Im Jahr 1901 wurde die Burgkirche stark umgebaut, so wurde der Glockenturm neu errichtet und eine Sakristei hinzugefügt.



Familiengrab der Familie Herrmann

Die Kirche gehört eigentlich mit zum Burggelände. Bis zum letzten Jahr war eine Besichtigung noch möglich, aber seit dem 1. Januar 2017 gestattet die Kirchgemeinde dies nicht mehr. Aus Gründen. Vielleicht wollen sie keine Menschen in der Kirche. Ist ja auch anstrengend.
Man hat nun entweder die Möglichkeit bei der Kirchgemeinde anzurufen und um jemanden zu bitten, der einem gegen finanziellen Aufwand die Tür aufschließt und noch etwas zur Geschichte sagen kann. Oder man hat einfach das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Nämlich eine Stunde vor dem Aufschlagen einer Reisegruppe. Dann kann es sein, dass man vom Gästeführer eingelassen wird und eine kostenlose Führung bekommt. Kostenlos heißt in dem Falle, man wirft beim Hinausgehen ein paar Münzen und/oder Scheine in die Kollekte. Über die Höhe des Betrages darf jeder selbst entscheiden. Nichts einzuwerfen geht natürlich auch, ist aber ganz schön unhöflich, wenn man gerade eine Dienstleistung empfangen hat.



Die Erhaltung des kunsthistorischen Schatzes den die Kirche beherbergt, ist jedes Geldes wert. Das hochbarocke Schnitzwerk aus Lindenholz ist in seinem Detailreichtum unglaublich schön und beeindruckend. Die Hohlsäulen des Altars sind wohl einzigartig auf der Welt und ein Wunderwerk der Statik. Trotz intensiver Forschung weiß man allerdings nicht wer dieses Kunstwerk gefertigt hat. Es finden sich keine Dokumente mehr aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg, die Aufschluss über den Künstler bzw. die Werkstatt geben könnten. Das Werk ist signiert mit „Iohannis Hopf 1689“. Dabei soll es sich laut der dazugehörigen Sage, um einen Schnitzer auf Wanderschaft handeln, der straffällig geworden war. Um die drohende Todesstrafe in eine lebenslange Haft umzuwandeln, soll er angeblich die Innenausstattung der Kirche im Kerker geschnitzt haben.


Es spricht auch einiges dafür, dass die Ausstattung gar nicht für die Postersteiner Kirche gefertigt wurde. Die Kirche ist ziemlich klein und wirkt, durch den für die Region untypischen barocken Stil, etwas überladen. Die Empore fügt sich noch gut in die Raumhöhe ein, aber die Kanzel passt gerade so hinein und der darauf stehende Engel schlägt sich um Haaresbreite nicht die Stirn an. Dafür mussten, dem auf dem Baldachin des Altars stehenden, Jesus ein paar Zacken aus dem Strahlenkranz gesägt werden.




Aber sei es drum wer dieses Kunstwerk wann und warum geschnitzt hat. Solange in dieser Kirche niemand die Heizung aufdreht und damit das feuchte und kalte Mikroklima zerstört, welches das Holz vor dem Verfall bewahrt, kann dieses Glanzstück noch eine ganze Weile bewundert werden. Man muss ja nicht immer alles wissen. (Abgesehen von mir. Ich will immer alles wissen.)

Montag, 19. Juni 2017

Sagar

Einwohnerzahl: 810
Geburtstag: 1366 (urkundliche Ersterwähnung)
Bekannt für: …



Wohin kommen eigentlich die ganzen Gerätschaften, die vom Fortschritt überholt werden? Auf den Industriefriedhof? In ein Museum? In ein Industriefriedhofmuseum? Wenn man als technisch überholtes Produkt Glück hat, kommt man in ein Museum, in dem es Menschen gibt, die einen in Schuss halten. Sozusagen ein Industriegnadenhof. Hier wird man gehegt und gepflegt und dem zahlenden Publikum auf Wunsch auch vorgeführt. Zumindest macht man es so im Museum Sagar für Handwerk und Gewerbe. Es ist schwierig zu sagen, welches Handwerk hier nicht dargeboten wird. Dazu kommen noch historisches Spielzeug, die Feuerwehr, die Jagd- und Forstwirtschaft und der Abbau der regionalen Bodenschätze.

Das Museum befindet sich auf dem ehemaligen Sägewerksgelände des Ortes am Mühlteich. Inzwischen gehört das Gelände der Kommune und wird von einem eigenen Förderverein verwaltet. (Wo Verein drauf steht, ist ehrenamtliche Arbeit drin. Also bei Gefallen ruhig mal eine kleine Spende dalassen. Das gilt für alle kulturellen Einrichtungen dieser Art.)
Sehr beeindruckend ist die immer noch funktionstüchtige Dampfmaschine, die 1897 von der Sächsischen Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG Chemnitz hergestellt wurde. Sie treibt noch mehrere andere Maschinen in der Halle an, u. a. einen Holzschleifer, der für die Herstellung von Papier benötigt wurde. Wenn man die ganzen Maschinen in Aktion sieht, ist man dann doch nicht so traurig über die technische Entwicklung, denn sie sind unglaublich laut und geruchsintensiv.
In der Spielzeugausstellung gibt es noch ein wunderschönes Puppenhaus, das der Großvater der ehemaligen Besitzerin gebaut hat. Auch das Interieur ist handgemacht.
Auf dem Museumsgelände befindet sich noch ein Bücherflohmarkt. Wer also nichts mehr zu lesen hat oder seine Bücher tauschen möchte, ist dort gut aufgehoben. Es gilt wie immer die Regel: Man kann nie zu viele Bücher haben!


Sagar ist ein Ortsteil von Krauschwitz. Der Name leitet sich von der sorbischen Ortsbezeichnung Zagor/Sagor ab und bedeutet womöglich so etwas wie ‚hinter dem Berge‘. Seit seiner urkundlichen Ersterwähnung im Jahr 1366 gehörte Sagar zur Standesherrschaft Muskau.

Wenn niemand an der Kasse steht, einfach klingeln und warten.

Natürliche Gegebenheiten wie Waldreichtum, Wasserkraft und Bodenschätze bildeten in dieser Region die Grundlage für Handwerk und Gewerbe.
Kübelspritze um 1900
Firma G. A. Fischer, Görlitz
1947, in einer Zeit des absoluten Mangels, begann Heinrich Simmann (1883-1956, Stellmachermeister aus Keula), trotz seiner Einschränkung an der rechten Hand, mit dem Bau von "Villa Ursula". Bei einem früheren Arbeitsunfall verlor er einen Finger, der von einem Arzt zwar wieder angenäht wurde, jedoch steif blieb.
Jeder Dachstein, jedes Möbelchen, selbst die aufwendig gearbeiteten Fenster und Türen entstanden mit einem hohen Anspruch auf Originalität.



Er fertigte die Möbelrohlinge aus echten Hölzern (z. B. Pflaume) und brachte die Sitze zum Polsterer. Auch legte er großen Wert auf Funktionalität. Simmans besaßen in ihrem Haus einen Tisch, der auszuziehen war. Genau diesen baute der Stellmachermeister für das Puppenhaus nach.

Die Werkstatt des Schumachers


Eine Rosshaarzupfmaschine

Ordnung muss sein


Zeit für den Butter-Song


Das Töpferhandwerk (etwas, was man in der Lausitz sehr gut kann)

unteres Foto: Kunsttöpferin Erna Pfitzinger (1898-1988)

Firstziegel


Das Schmiedewerkzeug

Die Dampfmaschinenhalle

Zwei-Zylinder-Dampfmaschine
Modell 365/2
Baujahr 1925
Deutsches Reichsgebrauchsmuster