Freitag, 10. November 2017

Mühlberg an der Elbe

Geburtstag: 1230
Einwohner: 3856
Bekannt für: die Entscheidungsschlacht im Schmalkaldischen Krieg (1546/47), die in der Nähe stattfand

Mühlberg ist eine Station des Elberadwegs.

 Manchmal hat man es als Kleinstadt wirklich nicht leicht. Erst wird man der Veranstaltungsort einer berühmten Schlacht im 16. Jahrhundert und dann muss man auch noch zu Brandenburg gehören, obwohl sich die Mehrheit der Einwohner für die Zugehörigkeit zum Land Sachsen ausgesprochen hat (so viel zur Sinnhaftigkeit von Volksentscheiden). Aber Mühlberg an der Elbe macht trotzdem das Beste aus dem zweifelhaften Schlachtenruhm.
Das Museum zum Thema ist im Gebäude der ehemaligen Propstei untergebracht. Neben der obligatorischen Aufarbeitung der Reformation und des Schmalkaldischen Krieges, finden sich noch Bereiche zur Stadtgeschichte und -entwicklung und zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stammlager IV B, welches in der Nähe der Stadt lag.

Die Propstei wurde um 1530 als Wohn- und Amtshaus mit zwei Maßwerkgiebeln errichten. 

Es gibt praktisch keine Ausstellungsstücke zur Schlacht bei Mühlberg, die am 24. April 1547 stattfand. In diesem Fall ist der Ort an sich das Ausstellungsstück. Dieser Umstand wird im Museum sehr elegant mit Medienstationen überbrückt, an denen man sich den Verlauf der Schlacht ansehen und Zeitzeugenberichte anhören kann. Die Stadtgeschichte hat es da schon ein bisschen einfacher. Zur Veranschaulichung des Handwerks werden Pokale und andere Gegenstände der ehemaligen Innungen ausgestellt.

1554 erwarb der Landadelige Sigismund Pflug das Gebäude und ließ es ausbauen.

Die vorreformatorische Bemalung der Innenräume blieb zum Teil erhalten und zeigt biblische Szenen.

Seit 1926 befindet sich das Stadtmuseum in dem Gebäude, welches zwischen 1991 und 1995 umfangreich saniert wurde.

Der Maler Hans Kretschmann legte Teile der historischen Ausmalung frei.



Diese Deckenausmalung wurde 1930 bei Baumaßnahmen entdeckt, freigelegt und zum Teil erneuert.
Einen großen Einfluss auf das Leben im Ort hat und hatte natürlich die Elbe und die damit verbundene Fischerei. Die Stadt war einst durch einen Nebenarm der Elbe in eine Neustadt und eine Altstadt geteilt. Auch heute gibt es noch einen kleinen Hafen. Bei den Elbehochwasser 2002 und 2013 hielten die Deiche und die Stadt wurde nicht überschwemmt.
Mühlberg war schon immer eine Kleinstadt und auch die Industrialisierung veränderte die Stadt kaum. Noch heute kann man die fehlende wirtschaftliche Entwicklung an der grundlegenden Architektur der Häuser sehen. Größere Gebäude findet man eher am Stadtrand. Zum einen wäre da die Villa Güldenstern, die 1898 bis 1900 vom damaligen Besitzer des Rittergutes, dem Geheimen Justizrat Max Winterfeld, errichtet wurde. Heute befindet sie sich in Privatbesitz.
Zum anderen gäbe es dann noch das Schloss. Der heutige Bau aus dem 16. Jahrhundert befindet sich an der Stelle einer Wasserburg, die wahrscheinlich auch schon einen slawischen Vorgänger hatte. Die Vierflügelanlage, die von Moritz von Sachsen noch vor der Schlacht, zu einem Jagdschloss umgebaut wurde, ist wohl eines der ältesten Gebäude der Stadt. Heute befindet es sich in Privatbesitz und steht leer. Und da haben wir mal wieder die Misere mit einem leerstehenden Schloss. Es ist wirklich ein schönes Gebäude und würde rundum erneuert bestimmt noch besser aussehen. Aber natürlich hat es so zugewachsen und verfallen auch einen gewissen Charme. Es ist nicht auszuschließen, dass in den Innenräumen ein schlafender Hofstaat zu finden ist oder ein Prinz, der sich vor der Außenwelt versteckt, weil er vor Jahren in ein Monster verwandelt wurde. Vielleicht lag die Gruselstimmung auch an dem regnerischen Herbstwetter, denn dann wirkt selbst so ein hübscher kleiner Ort wie Mühlberg, wie eine Anfangssequenz eines Horrorfilms.


Das Torhaus auf dem ehemaligen Klostergelände diente auch als Gästehaus. Daher rührt die Bezeichnung als Hospiz.

Die Villa Güldenstern

Die Klosterkirche ist ein backsteingotisches Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert.

Erbaut wurde es als einschiffiges, kreuzförmiges Gebäude.
Nach der Reformation wurde das Kloster aufgehoben und die Klosterkirche 1565 zur Pfarrkirche der Altstadt geweiht. Der Kreuzgang wurde in moderner Gestalt wieder aufgebaut.

Die Ausstattung stammt aus mehreren Jahrhunderten.

Heute dient die Klosterkirche als Ökumenischer Begegnungs- und Veranstaltungsort.

Das Klostermausoleum

Ich habe leider nicht herausgefunden, wer oder ob da überhaupt noch jemand drinnen liegt.

Die Löwenapotheke am Altstädter Markt ist eine der ältesten Apotheken des Landes Brandenburg. In den Jahren 1837/38 arbeitete der Vater Theodor Fontanes hier. Seine Schwester Elise wurde 1838 in Mühlberg geboren.


In Mühlberg kann man tatsächlich im Himmelreich wohnen.

Das Bürgerhaus wurde wohl um 1543 errichtet und gehört damit zu einem der ältesten erhaltenen Wohnhäuser in Brandenburg.

Das Rathaus wurde zwischen 1543 bis 1549 anstelle des abgebrannten Vorgängerbaus errichtet.

Die evangelische Frauenkirche war die Pfarrkirche der Neustadt und wurde zwischen 1487 und 1525 errichtet.
Der Kirchturm wurde 1691 erhöht.

Endlich mal ein Denkmal, dass an etwas Positives erinnert. Nämlich daran, dass der Deich beim Hochwasser 2002 nicht gebrochen ist.

1853 verlor Mühlberg durch die künstliche Begradigung des Flusses seine unmittelbare Lage an der Elbe. Der bestehende Elbarm wurde 1883 zum Hafen ausgebaut.

Brandenburgische Idylle. Bonjour tristesse.

Dieser Findling wurde 1937 aufgestellt und bezeichnet die Stelle, an der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen gezeltet haben soll. Man spürt förmlich die historische Authentizität dieses Ortes...nicht.

Das (überhaupt nicht gruselige) Schloss





Montag, 23. Oktober 2017

Naunhof

Einwohner: 8618
Geburtstag: irgendwann zwischen 1150 und 1223
Bekannt für: eine Autobahnausfahrt kurz vor der schönsten Stadt im gesamten Sachsenland

Das Wappen der Stadt zeigt eine Zinnmauer mit offenem Tor und dahinter einen spitzbedachten übereck stehenden Turm.
Es gibt bekanntlich nichts, was man nicht sammeln kann. Wenn man eine Sammelleidenschaft für etwas ausgearbeitet hat, sollte man sich vergewissern, dass man auch genug Platz für seine Objekte hat. Ansonsten ist die Gefahr, gesellschaftlich als Messie geächtet zu werden, relativ hoch. Da ja jetzt gerade alle wieder in die Stadt ziehen, ist auf dem Land genug Platz für das Hobby „Sammeln von Zeug“. Sofern man also einen Ort gefunden hat, an dem man alles hegen und pflegen kann, was man so anhäuft, sollte man unbedingt ein Museum daraus machen. Manche Orte haben sogar Raum genug für zwei kleine Museen dieser Art.
In Naunhof findet man zum einen das Turmuhrenmuseum. Es wurde 1995 im Gebäude der ehemaligen Mädchenschule eingerichtet. Es beherbergt eine Sammlung von funktionstüchtigen mechanischen Turmuhrwerken. Die filigrane Handwerkskunst ist sehr faszinierend, wenn man bedenkt, wie viele kleine Rädchen und Schrauben dabei ineinandergreifen müssen. Wenn man allerdings kein Verständnis für diese Art von Technik hat, kommt man sich zeitweilig sehr borstentierig vor.
Neben den großen Turmuhren findet man noch viele andere Zeitmesser und außerdem einige Schulbänke, da das Fachwerkhaus, wie oben erwähnt, im Jahr 1837 erbaut und bis 1874 als Mädchenschule benutzt wurde. Im Garten, der Teil des Kirchengeländes ist, befindet sich die Blumenuhr. Seit September 2006 zeigt sie, unterstützt durch saisonale Bepflanzung, die Zeit an.








Zum anderen findet man in Naunhof noch das Museum für historische Bürotechnik. Der Titel mag ein bisschen sperrig sein und nicht gerade nach Abenteuer klingen, aber wie so oft im Leben liegt die Schönheit im Verborgenen. Das ehrenamtlich betriebene Museum bietet einen Streifzug durch die technische Entwicklung von Schreib- und Rechenmaschine, Registrierkasse, Drucker und vielem mehr. Die Exponate stammen hauptsächlich aus dem 20. Jahrhundert und wurden von einem ehemaligen Büromaschinentechniker aus Delitzsch gesammelt. Die Geräte werden von den Vereinsmitgliedern selbst restauriert und befinden sich in hervorragendem, oft funktionstüchtigem, Zustand. Mögen Geräte wie Schreibmaschine und Kopierer bekannt sein, sind doch die unzähligen Rechenmaschinen, die vor dem Computer benutzt wurden, zumindest für mich, Neuland gewesen. Spannend waren aber auch Produktentwicklungen, die sich nicht so richtig durchgesetzt haben, wie die Schreibmaschine mit Monitor, oder die Curta-Rechenmaschine. Dabei handelt es sich um eine zylindrische mechanische Rechenmaschine, die als Weiterentwicklung des Rechenschiebers fungieren sollte. Die Funktionsweise erkläre ich hier lieber nicht, da ich es nicht mehr so richtig weiß bzw. überhaupt erst gar nicht verstanden habe (shame on me). Konstruiert wurde dieses Wunderwerk der Technik in den 1930er Jahren von Curt Herzstark. Die volle Ausarbeitung wurde jedoch unterbrochen, da er unter den Nationalsozialisten als „Halbjude“ galt und 1943 ins KZ Buchenwald gebracht wurde. Dort durfte er allerdings an der Konstruktion weiterarbeiten, denn Adolf wollte gerne eins davon haben. Doch aus dem Geschenk für den Führer wurde nichts und Herzstark gelangte nach der Befreiung über Wien nach Liechtenstein. Im Jahr 1947 begann die Produktion des Modells Curta I. Ab Januar 1954 wurde das Modell Curta II produziert. Tatsächlich waren die Geräte sehr beliebt. Sie wurden aber ab den 1970er Jahren von elektronischen Rechnern verdrängt. Auf Grund ihrer geringen Produktionszahl sind sie heute begehrte Sammelobjekte. Das Museum für historische Bürotechnik ist voll von solchen großen und kleinen Kuriositäten und man kann noch richtig was lernen, z. B. warum die alten Registrierkassen beim Öffnen der Geldschublade „Ping“ machen. Wer keine Erklärung dafür hat, sollte unbedingt nach Naunhof fahren.







Samstag, 7. Oktober 2017

Neschwitz

Einwohner: 824
Geburtstag: 1268 (erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen „Nyzwas“)
Bekannt für: ein Schloss aus einer Zeit, als alles noch barock war

Hach, diese ländliche Idylle...


Auf manchen Fahrten über buckelige Landstraßen, wenn auch mein Navi mich verlässt, frage ich mich oft, ob es das Ziel wert ist. Bis jetzt war die Antwort zum Glück immer ‚ja‘. So auch im Falle des Örtchens Neschwitz, welches über ein wunderhübsches kleines Barockschloss und den obligatorischen Park im französischen Stil verfügt, sowie nette Menschen, die sich mit einem unterhalten, wenn man möchte. (Wie in jedem Dorf gibt es wahrscheinlich auch ein paar unfreundliche Menschen, die sich nicht unterhalten möchten, aber solche sind mir nicht über den Weg gelaufen.)
Das Schloss aus dem Jahre 1723 hat, nach der Enteignung des letzten Schlossherrn Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch, die für solche Gebäude in der DDR übliche Karriere eingeschlagen und wurde als Schule, Kindergarten und Wohnung genutzt. Es diente aber auch als Vogelschutzwarte, denn der letzte Besitzer war nicht nur adelig, sondern auch Forstwissenschaftler und Ornithologe. Die Sächsische Vogelschutzwarte ist inzwischen in einen der drei sanierten Pavillons neben dem Schloss eingezogen. Bevor die Sanierung kam, drohte jedoch der Verfall. Denn während der DDR-Zeit wurde nur das Nötigste zur Instandhaltung unternommen.
Das Hauptgebäude des 5, 5 ha großen Areals ist das sogenannte „Alte Schloss“. Es wurde in den Jahren 1721 bis 1723 unter dem damaligen Besitzer Herzog Friedrich Ludwig von Württemberg-Winnental auf dem mittelalterlichen Kellergewölbe des Vorgängerbaus errichtet. Der barocke Bau diente als Sommerresidenz für den Herzog und seine Ehefrau Ursula Katharina von Altenbockum, Reichsfürstin von Teschen, ehemalige Mätresse Friedrich Augusts I. (Gibt es auch nur einen Ort in Sachsen, der nicht irgendwie irgendetwas mit August dem Starken zu tun hat? Tipps werden angenommen.)
Das „Neue Schloss“ wurde 1766 bis 1775 erbaut. Im Mai 1945 wurde das Gebäude zur Plünderung freigegeben und angezündet. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Auf diesem Gelände befindet sich heute die Grundschule von Neschwitz.
Dass das Schloss und das Parkgelände so gut erhalten wurde und wird, liegt hauptsächlich am dort ansässigen Heimat- und Kulturverein. Das dort an den Tag gelegte Engagement ist wirklich bewundernswert und es zahlt sich aus. Da können sich andere Heimatvereine wirklich mal eine Scheibe abschneiden. (Das soll keine Kritik an mir bekannten Heimatvereinen sein. Oder vielleicht doch.)
Das Heimatmuseum, welches vom selben Verein betrieben wird, ist auch ganz herzallerliebst. Es ist nicht viel, aber es ist eben ein kleiner Ort. Außerdem trifft man auch hier, die eingangs erwähnten netten Menschen. Ein bisschen Wehmut und Ratlosigkeit hängt in der Luft, wenn man vor der Wand mit den Wappen der Gewerbe steht, die einst im Dorf ansässig waren. Aber wie mir zum Schluss versichert wurde, gibt es in Neschwitz keinen Monat in dem nichts los ist. Das heißt im Umkehrschluss, es gibt immer einen Grund mal wieder Neschwitz zu besuchen.

Historischer Abriss

1454
Umbau der schon bestehenden Wasserburg zu einem Renaissanceschloss
1572-1595
im Besitz von Hans Haubold von Schleinitz
1595-1600
im Besitz von Friedrich von Pannewitz
1600-1620
im Besitz der Familie von Ponickau
1620-1709
im Besitz der Familie von Theler
1709-1721
im Besitz von Schack von Rumohr
1721-1737
im Besitz von Herzog Friedrich Ludwig von Württemberg-Winnental und Ursula Katherina von Altenbockum;
Abriss des alten Schlosses und Neubau und Ausbau im barocken Stil;
1737-1757
im Besitz von Aleksander Józef Sułkowski
1757-1763
im Besitz von Johann Heinrich Simonis
1763-1945
im Besitz der Familie von Riesch bzw. ab 1866 von Vietinghoff-Riesch
1766-1775
Bau des Neuen Schlosses und Erweiterung der Parkanlage im englischen Stil
1930-1945
Gründung der Vogelschutzwarte unter der Leitung von Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch
1945
das Neue Schloss wurde komplett abgebrannt;
Nutzung des Alten Schlosses u. a. als Kindergarten und Schule
1950
Bau der neuen Schule auf Grundmauern des Neuen Schlosses
1953-1970
Nutzung des Alten Schlosses als Sitz der Vogelschutzwarte
seit 1961
Nutzung des Barocksaals als Konzertsaal
seit 1978
Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Schloss
1970-1991
Nutzung durch das Institut für Forstwissenschaften Eberswalde
seit 1998
historische Dauerausstellung im Schloss


Beim Neubau der jetzigen Anlage wurden neben dem Schloss und dem Park noch vier Pavillons, eine Balustrade mit Sandsteinverzierungen, zwei Torhäuschen, ein Jagdpavillon mit Wildpark, zwei Springbrunnen und ein Wirtschaftshof mit Brauhaus und Marstall errichtet.



Meleagros


Atalante
Die Sandsteinverzierungen vor dem Pavillon des ehemaligen Rentamtes und Archivs, heute Naturschutzstation


2015-2017 Sanierung der Parkwege und Springbrunnen durch Fördermittel und Spendengelder


Das blaue Tor


Baumliebe


Der Obelisk wurde 1788 zu Ehren von Wolfgang Freiherr von Riesch von seinem Sohn errichtet.




Ich hoffe, die Reliefplatte wurde zur Restaurierung entnommen.


Von 1988 bis 1990 wurde die Außenfassade restauriert.



Das Gewölbe der alten Wasserburg







Der Barocksaal im Erdgeschoss




Die Malerei wurde 1958 zum letzten Mal restauriert




In den angrenzenden Räumen des Erdgeschosses gibt es eine kleine Ausstellung über die Familie von Vietinghoff-Riesch


Eine nette Teegesellschaft


Ein ganz besonderes Bücherregal






Ich wünschte, mein Schreibtisch sähe so ordentlich aus.


Wenn man keine originalen Ausstellungsstücke mehr hat, muss man sich anders helfen. Besonders kleine Sehenswürdigkeiten bzw. Museen legen dabei oft eine bewundernswerte Kreativität an den Tag. Das Wandbild über dem Bett zeigt einen Ausschnitt des ursprünglichen Himmelbettvorhangs aus dem Alten Schloss der Ursula Katharina, Reichsfürstin von Teschen. 


Die Räume des oberen Geschosses dienen als kleine Galerie und zeigen Arbeiten von lokalen Künstlern.










Der Schlossteich.
Neschwitz war einst eins der Zentren der Karpfenproduktion in der Oberlausitz.






Über die Entstehung der Kirche ist nichts genaues bekannt. Im 17. Jahrhundert wurden einige bauliche Veränderungen, sowohl innen als auch außen vorgenommen.


Der Kirchturm wurde 1693 errichtet. Er wurde 1945 zerstört und verlor dabei auch seine Turmhaube. Seit 2009 hat der Turm wieder eine Haube, die das Landschaftsbild prägt.




Das Heimatmuseum.
Bis jetzt das von-außen-am-wenigsten-nach-Museum-aussehende Museum in dem ich je war.


Eine Sonderausstellung über medizinische Geräte und Zubehör aus einer Privatsammlung. Das Gerät links neben dem Krankenschwesteroutfit ist eine Tretbohrmaschine aus einer Zahnarztpraxis. Früher war definitiv nicht alles besser.


Die Wappen der Gerwerbe, die einst im Ort ansässig waren.


Nachgefertigte sorbische Trachten.


Modelle historischer Gebäude, die von Schülern der Umgebung im Werkunterricht angefertigt wurden. Die Mittelschule von Neschwitz wurde im Jahr 2009 geschlossen. Die anderen Schulen der Umgebung haben traurigerweise kein Interesse an der Fortführung dieses Projektes.


Neben dem Gelände der heutigen Grundschule steht am Ende der Kastanienallee noch ein zum Schlosskomplex gehörendes Gebäude.


Der zwischen 1721 und 1723 errichtete Jagdpavillon gehört heute mit zum Geländer der Jugendherberge Neschwitz. Von familiären Zeitzeugen konnte ich in Erfahrung bringen, dass es dort schon vor 40 Jahren sehr schön war.